Literatur, Performance

DAS GEBELL (geplant)

Ingeborg Bachmann © Bild: Heinz Bachmann

INFORMATION

  • Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis spätestens 2 Stunden vor Programmbeginn – bei einer Matinée bitte bis zum Vorabend – unter kunstgarten@mur.at oder +43 316 262787

Eine literarische Performance nach Ingeborg Bachmann (* 25. Juni 1926 in Klagenfurt; † 17. Oktober 1973 in Rom; gelegentliches Pseudonym Ruth Keller) .

Irmi Horn (Erzählerin)
Wera Köhler (alte Frau Jordan)
Daniel Doujenis (angefragt) (Leo, ihr Sohn)
Teresa Margarita Thomaschütz (Franziska, Leos Frau)

Inszenierung/Ausstattung: Irmi Horn

Die alte Frau Jordan lebt schon seit Jahren in einer winzigen Wohnung im Wiener Bezirk Hietzing, und niemand kann sich erinnern, daß sie je etwas anderes war als die „alte Frau Jordan“. Was sie vor allem am Leben erhielt, war der Stolz auf ihren Sohn Leo, ein renommierter Forscher, der seiner Mutter monatlich eine Unterstützung zukommen lässt. Seine Frau Franziska besucht ihre Schwiegermutter häufiger und ist über die bescheidenen Lebensumstände, in der die alte Frau wohnt, entsetzt. Sie bemerkt auch, dass es zwischen Mutter und Sohn ein Geheimnis geben muss. Bachmann zeichnet das unglaublich filigrane Porträt zweier Frauen: der Mutter sowie der Ehefrau des Psychologen Leo Jordan. Beide leben in einer Welt des Selbstbetrugs, idealisieren Sohn bzw. Ehemann, der doch nicht mehr ist als ein Egomane. Sinnbild für alles Verdrängte ist der Hund der alten Frau Jordan, Nuri, der ihren Sohn anzubellen pflegte, bis sie ihn gebrochenen Herzens weggab.
Ein zerbrechliches, atemberaubendes Stück Literatur.

Bachmann erzählt von Örtlichkeiten und Menschen – in der vollständigen Abgründigkeit des „Normalen“. Es muss ausgesprochen werden, damit eine Ahnung von dem wach wird, was wirklich geschehen ist und geschieht.

INFORMATION

  • Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis spätestens 2 Stunden vor Programmbeginn unter kunstgarten@mur.at oder +43 316 262787