Ausstellung/Gartenkunst

Street Gallery: SPUREN. Am Scheideweg. 9. Mai – 4. September

Stefanie Hödlmoser HORTENSIE (gelb), Serigraphie

9. Mai – 28. Juni SPUREN. Am Scheideweg. 
Elisabeth GschielStefanie Hödlmoser, Agnes Katschner, Alfred Graf*Kurt Spitaler*

Die realen Arbeiten aller Künstler*innen werden im Mai 2021 auf Grund von COVID 19 gezeigt.

Elisabeth GschielStefanie Hödlmoser, Agnes Katschner zeigen Arbeiten in der 1. Grazer STREET GALLERY im PUBLIC SPACE.

Kuratorin: Irmi Horn

Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Leben der Menschen. Positiven Errungenschaften und Missbrauch der Natur, Ausbeutung der Menschen, Ausbeutung der Kreatur durch die Menschenspezies.
Nun stehen wir durch COVID 19 wirklich am Scheideweg. Soll dieses maßlose Leben so weitergehen? Oder nehmen wir die Chance wahr, uns zu besinnen.

Wenigstens der Natur wird durch die Ausfälle von Fabrikationen eine Schonfrist eröffnet. Vielleicht öffnet uns Menschen diese Krise auch die Augen für Wesentliches!

Die Spuren der Menschheit zurückzuverfolgen und vorausdenkend anzureißen, nimmt sich diese Ausstellung  vor.  Sind es geschichtlich prägende Momente oder persönliche Gratwanderungen zwischen Sinn und Unsinn, Vorstellung und real Festgehaltenem, Vergessenem oder Versteckten, Zumutbarem oder Heftigem; wenn wir hinsehen, werden wir damit konfrontiert. Um uns mit den Spuren der Menschheit und Menschlichkeit auseinandersetzen zu können, reichen uns die Künstler*innen die Hand und leiten uns in bekannte und unbekannte Erkenntniswelten, die wir neu zusammenfügen können.

Elisabeth Gschiel begann mit einer geborgten Nähmaschine Plastikverpackungsmaterial zu verbinden, wo Klebstoffe versagten. Damit war der erste Schritt getan, auch die gestalterischen Möglichkeiten dieses Werkzeugs experimentell auszutesten. Entgegen der ursprünglichen Bestimmung Textiles zusammenzufügen, versucht die Künstlerin die Nähmaschine als eine Art „Zeichenstift“ auf unterschiedlichsten Materialien wie Plastik, Papier, Leder etc. einzusetzen.
Welche Objekte, Installationen und Zeichnungen in den vergangenen Jahren entstanden sind, zeigt die Künstlerin und Architektin in einem Werkvortrag und spricht über ihre künstlerische Arbeit mit dem Zeichenwerkzeug „Nähmaschine“.
Elisabeth Gschiel, geboren 1975 in Hartberg, lebt und arbeitet in Graz. Gschiels künstlerische Arbeit erforscht Themen in Wechselbeziehung zwischen Architektur, Landschaft, Kunst und Kultur. Das Spektrum spannt sich von Malerei, Fotografie, Designobjekte über genähte Installationen bis zur Architektur. Die Künstlerin arbeitet mit den Materialien Plastik, Papier, Leder sowie Näh- und Textilzubehör wie Stecknadeln, Reißverschlüssen, Kleiderhaken oder mit alten, auf Flohmärkten gefundenen Portraitfotografien, die sie übernäht.
Ausbildung an der Ortweinschule Graz, Fachrichtung Grafik Design. Studium der Architektur an der Technischen Universität Graz. Mehrmonatige Auslandsaufenthalte in Zürich 2005, Zagreb 2007 und Hamburg 2014. Auslandsstipendium des Landes Steiermark in Guimaraes, Portugal, 2013. Mitglied des Künstlerkollektivs „Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz“.

Elisabeth Gschiel REDDISH MELODIES, 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stefanie Hödlmoser lebt und arbeitet in Graz. Geboren und aufgewachsen in Wels, Oberösterreich absolviert sie die HBLA für künstlerische Gestaltung in Linz und studiert von 2006 – 2010 Industriedesign an der FH Joanneum Graz. Sie verbringt ihr Praktikumssemester bei forpeople ltd. in London und 2009 wird ihr das erste mal ein Künstleratelier im Rondo für ihre Malerei zuerkannt. Nach Ihrem Dipl.-Ing. (FH) Abschluss beschliesst sie in Graz zu bleiben, studiert noch 2 Semester Kunstgeschichte and der KF-Uni Graz, arbeitet als Produktdesignerin bei BETA YOUNG CREATIVE Lab und macht sich 2012 als Designerin in Graz selbstständig. 2013/14 ist sie wieder im RONDO vertreten und beschäftigt sich dort mit Malerei und Design.
Von Produktdesign über Grafikdesign, Illustration und Kunst reicht das Angebot ihres 2012 gegründeten Design Studios in Graz.

Stefanie Hödlmoser WIR FEIERN 113 JAHRE PLASIK, 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Grazerin Agnes Christine Katschner maturierte an der HTBLVA für Kunst und Design, Ortweinschule Graz (1987-1992), ihr Studium absolvierte sie an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Meisterklasse für Gestaltungslehre und an der Universität Wien Philosophie, Pädagogik, Psychologie (1992-1999), 1997-1998 an der Universität Utrecht (Niederlande). 1999 folgte der Abschluss der Studien mit Auszeichnung  und 1999-2000 ein Unterrichtspraktikum in Wien.  Sie schloss von 2000-2001 ein Postgraduate Studium an der Universität Leeds (Großbritannien) mit dem Abschluss MA in the Visual Arts an.
2001-2005 war sie Lehrerin für Bildnerische Gestaltung an mehreren Gymnasien in Graz und seit 2005 hat sie den Lehrauftrag für Kunstgeschichte und Darstellung/ Komposition an der Ortweinschule Graz.

Agnes Katschner LE SERPENT, 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alfred Graf, der 1958 in Feldkirch geboren wurde und an der Akademie der bildenden Künste in Wien studierte, erforscht seit Jahren bildnerisch die Sedimente und Gesteinsformationen von Landschaften in allen Teilen der Welt – dem heimischen Vorarlberg genauso wie dem US-Bundesstaat Kentucky, der Insel Sylt oder dem Vesuv.Die

Auf ausgedehnten Touren sammelt er am jeweiligen Ort verschiedene Erden, Sande und Gesteine, die er im Atelier zermörsert, mit Wachs – das aus derselben Region wie die geologischen Materialien stammt – bindet und nach unterschiedlichen gestalterischen Konzepten auf Baumwollmolino fixiert. Neben den Bildern schafft Alfred Graf auch dreidimensionale Objekte wie Kuben und Quader, die er durch sukzessives Aufschichten der Materialien formt.

Der Künstler stellt  Landschaften in ihrer Beschaffenheit, ihrer inneren Struktur und ihren Farben, die sie gestalten und ihr den eigenen Charakter verleihen, abstrahierend dar. So entstehen Werke, in denen Alfred Graf die Essenz einer Region gleichsam sich selbst zum Ausdruck bringen lässt.

Kurt Spitaler, geboren 1966 in Bruck/Mur, aufgewachsen in Judenburg (Stmk) und Großbuch (Ktn),
sudierte Soziologie (1991 Diplom mit Auszeichnung) und Bildhauerei an der Akademie der Bildenden
Künste bei Bruno Gironcoli (1999 Diplom mit Auszeichnung). Er lebt in Wien und  arbeitet in Kottingbrunn (NÖ).

Schon während seines Studiums entwickelt Kurt Spitaler die für seine Arbeiten charakteristische Form der Vernähung. Das Prinzip des Seriell-Additiven bestimmt die prägnante Wirkung seiner meist auf einfache Grundformen reduzierten Kunstwerke. Der Naht kommt dabei nicht nur eine ästhetische, sondern eine elementar funktionale Bedeutung zu, indem sie einzelne Elemente der Alltagswelt zu einem neuen Ganzen verbindet.