Ausstellung/Gartenkunst, Vortrag/Praesentation

Rosenführung

ROSENPRACHT im JUNI

Im kunstGarten wachsen über 200 verschiedene historische und moderne Rosen mit klangvollen Namen und unterschiedlichem Duft. Je nach Wetter öffnen sie ihre Blüten schon früher oder später im Mai.
Seit den Entdeckerreisen im 12., 13. und später im 19. Jahrhundert, wo Züchter und Züchterinnen ans Werk gingen, gab es einen regen Austausch und demzufolge Kreuzungsvorgang an Rosen. Inzwischen werden über 30.000 Rosensorten gezählt. Ehe Schloss Eggenberg seinen Rosenhügel angelegt hat, kamen die Zuständigen zu uns in den kunstGarten um sich unsere Bepflanzung anzusehen und Rat einzuholen.

Bis Juni bieten wir wieder informative Rosenführungen an.

Zu den verschiedenen Gruppen sind jeweils einige im Garten gepflanzte angeführt.

Wikipedia:

Die Essig-Rose (Rosa gallica), auch Gallica-Rose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rosen (Rosa) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist eine robuste Wildrose, die seit vielen Jahrhunderten kultiviert wird und von der viele unserer heutigen Garten-Rosen abstammen; sie wird zu den Alten Rosen gezählt. Es werden weithin kriechende Ausläufergebildet. Die Stacheln sind sehr ungleich, meist gekrümmt, aber auch gerade und oft mit zahlreichen mehr oder weniger geraden Stachelborsten und Stieldrüsen besetzt.Die wärmeliebende Essig-Rose braucht Frühjahrsnässe und Sommertrockenheit in Licht- bis Halbschattenlage. Sie gedeiht am besten auf nährstoffreichen, aber kalkarmen, schweren Lehm- oder Tonböden.[Die Erstveröffentlichung von Rosa gallica erfolgte durch Carl von Linné.

‚Cardinal de Richelieu‚, 1840, purpurviolett, sehr dunkel, gefüllt;‘
Charles de Mills, vor 1811, purpur-karmesinrot, dichtgefüllt;
‚Perle von Weißenstein‘, Schwartzkopf (D) 1773, älteste deutsche Rosenzüchtung, rosa, gefüllt;
Belle de Crécy, Météore, Gloire des Jardins, Frankreich vor 1848
Assemblage des Beautés ‚Rouge Éblouissante‘, 1790
Tuscany Superb,19. Jh.

Die Alba-Rosen (Rosa × alba, lat. alba: weiß), auch Weiße Bauernrosen, sind eine Gruppe edler und besonders alter Rosen.

Zusammen mit den Rosa gallica und den Rosa damascena wurden diese Vorfahren der in Mitteleuropa heute bekannten Garten-Rosen aus Kleinasien über Kreta, Griechenland und Rom in fast ganz Europa verbreitet. Sie entstand aus einer Kreuzung von Rosa canina var. froebelii und Rosa damascena. Albertus Magnus erwähnte die Alba-Rose um 1250 im Vorstellungsraum des heutigen Deutschland.Sie entstand aus einer Kreuzung von Rosa canina var. froebelii und Rosa damascena. Albertus Magnus erwähnte die Alba-Rose um 1250 im Vorstellungsraum des heutigen Deutschland.

Rosa alba ‚Maiden’s Blush‘
‘Félicité Parmentier’, vor 1834, weiß mit zartem
‘Königin von Dänemark’

Rosa centifolia
Rosa Parvifolia Burgunderröschen

Damaszener-Rose, Rosa x damascena
Gruppe Alte Rosen, Herkunft Kleinasien, bekannt seit der Antike, Züchter unbekannt

Die Gruppe der Damaszener-Rosen, Rosa × damascena ist eine Zuchtform mit schwerem, betörendem Duft aus Kleinasien, die zu den alten Rosen gezählt werden.
Die Rosa damascena ist vermutlich aus einer Kreuzung der Rosa gallica und der Rosa phoenicea (einer Wildrose) hervorgegangen. Verschiedene Sorten der Rosa damascena werden zur Gewinnung von Rosenöl und Rosenwasser verwendet. Bedeutende Anbaugebiete der Damaszener-Rose befinden sich in Bulgarien, im Iran und in der Türkei. Im bulgarischen Rosental werden zirka 1,5 Tonnen Rosenöl pro Jahr destilliert.

Als die einzigen wirklich alten und reinen Damaszener-Rosen, die heute noch verbreitet sind, gelten die beiden Sorten ‚York and Lancaster‘ (R. damascena versicolor) und ‚Trigintipetala‘ oder ‚Kazanlik‘.

Bei uns: ‚
‚Isphahan‚, synonym ‚Pompon des Princes‘ vor 1832, rosa
‚Madame Hardy‚, 1832, weiß, kletternd
‚Trigintipetala‘ (auch ‚Kazanlik‘), um 1689, rosa
‚La Ville de Bruxelles‘, Vibert 1849, dicht gefüllte Blüte, rosa
‚Leda“, vor 1827, rahmweiß-karmin

Man unterscheidet die sommerblühende Damaszener-Rose, die wahrscheinlich von R. gallica und R. phoenicia abstammt und die zweimal, im Sommer und Herbst, blühende Herbstdamaszener-Rose wie Rose de Resht und Jacques Cartier, die vermutlich aus einer Kreuzung von R. gallica und R. moschata entstand.

Quatre Saisons ‚R. damascena var. bifera‘, ‚Monthly Rose‘, ‚Autumn Damask‘, ‚Semperflorens‘
‚Rose de Resht‘, vor 1880, purpurfarben; wird oft auch zu den ‚Portland-Rosen‘ gezählt
Quatre Saisons Blanc Mousseux ‚Perpetual White Moss‘, (Sport von ‚Quatre Saisons Blanc‘)
Weiße Jacques Cartier, Sport von ‚Jacques Cartier‘
Miranda, De Sansal 1869

Die Moos-Rose, Rosa × centifolia ‚Muscosa‘, ist eine Mutation der Zentifolie Rosa x centifolia L. Die Moosrosen gehören zu den Alten Rosen.
Frühe Quellen deuten darauf hin, dass die Moosrose 1696 im südfranzösischen Carcassonne bereits seit einem halben Jahrhundert bekannt war.  1724 wurde sie zum ersten Mal in England erwähnt. Eine besondere Beliebtheit erlebte sie im 19. Jahrhundert, als zahlreiche Sorten durch Züchtung entstanden. Die wahrscheinlich älteste Moosrose ist die rosafarbene Rosa × centifolia muscosa oder Rosa muscosa communis, die seit etwa 1696 nachgewiesen ist und auch unter anderen Namen bekannt ist, darunter ‚Old Pink Moss‘, ‚Mousseau Ancien‚, ‚Mousseuse à fleurs doubles‘ oder ‚Cent-feuilles mousseux‘.

Rosa × centifolia muscosa (auch Rosa muscosa communis, ‚Old Pink Moss‘ u. a.), um 1696, rosa, sehr winterhart;
Blanche Moreau (‚Comtesse de Murnais‘ x ‚Quatre Saisons Blanc‘), Moreau-Robert 1880
‚Nuits de Young‘, Laffay, Frankreich 1845, purpurfarben, dunkelste Moosrose;
William Lobb‘, 1855, purpurrot;
Salet, Lacharme 1854, reinrosa

Rosa borbonica

Boule de Neige (‚Blanche Lafitte‘ x ‚Sappho‘), Lacharme 1867
Louise Odier
‚Mme de Stella Margottin‘; ‚Mme de Stella‘, Margottin 1851
Province Panachée, Fontaine 1860

‚Zéphirine Drouhin‘ (‚Blanche Lafitte‘ x ‚Sappho‘), Lacharme 1867
Kathleen Harrop
, Sport von ‚Zéphirine Drouhin‘, Dickson 1918/19
Martha, (Sport von ‚Zéphirine Drouhin‘), Zeiner 1912

Portland-Rose  
Gruppe Portland-Rosen,
Herkunft Italien, bekannt seit ca. 1775
Liste von Rosensorten
Die Herkunft der Portland-Rosen, auch Rosa × portlandia, war lange Zeit unklar. Heute hat man durch DNS-Analysen geklärt, dass sie aus einer Kreuzung zwischen einer Gallicarose und der Herbst-Damaszenerrose entstanden ist. Neu war bei der Einführung der Portland-Rosen ihre Eigenschaft, bis in den Herbst laufend nachzublühen.

Geschichte
Die erste Portland-Rose war ‚Duchess of Portland‘, gewidmet Margaret Cavendish Bentinck, die sie angeblich bei einer Italien-Reise in Paestum entdeckt und nach England gebracht haben soll.

Im 19. Jahrhundert waren die Portland-Rosen sehr beliebt, bis sie von den Bourbon-Rosen und Remontant-Rosen abgelöst wurden. 1884 wurden in Kew Gardens 84 Sorten kultiviert. Heute sind noch etwa ein Dutzend Sorten erhalten. Sammler alter Rosen schätzen die Eigenschaften der Portland-Rosen noch heute: kompakter Wuchs bis etwa 1 m Höhe, sehr frosthart, wunderbarer Duft, andauernde Blüte bis in den Herbst in rosa und roten Farbtönen, auch als Stämmchen für kleine Gärten geeignet. Die Blüten sitzen immer etwas versteckt zu mehreren, auf festen, kurzen Stielen dicht über dem letzten Laubblatt. Sie sind wenig krankheitsanfällig. Portlandrosen eignen sich gut für moderne Gärten und werden für Anfänger empfohlen.

Im Garten bei uns u.a. :
‚Comte de Chambord‘, 1860 rosa, sehr stark duftend
‚Mme. Boll‘, 1850, rosa, stark duftend
‚Rose du Roi à Fleurs Pourpres‘, 1816, Purpurviolett, gut duftend
‚Rose de Resht‘, vor 1880, purpurfarben; wird oft auch zu den ‚Damaszener-Rosen‘ gezählt
‚Indigo‘, Laffay vor 1845
‚Marbrée‘, Moreau-Robert 1858
Variegata di Bologna, 1909

Die Remontantrosen (bot. Rosa hybrida bifera) sind das Bindeglied zwischen den alten und modernen Rosen. Es waren fast alle wichtigen Rosenklassen an ihrer Entstehung beteiligt. Viele der ´Alten Rosen´ blühen nur einmal. Mit den neuen, remontierenden Rosen wurde die Blütenpracht bis in den Herbst hinein verlängert. Die hauptsächlich in der 2.Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandenen, auch als Remontant Hybriden bezeichneten Rosen wurden in der viktorianischen Zeit viel auf Rosenausstellungen gezeigt.

Reinweiß, rosa, karmesin, purpurfarben, rot und zweifarbig, meist gut duftend, bilden sie Sträucher von ca. 100 bis 180 cm Höhe. Nicht wenige unter den Remontantrosen klettern auch gerne.

Baron Girod de l’Ain, Historische Strauchrose (Reverchon 1897). Karminrot mit weißem Saum, gefüllt, stark duftend.
Captain Christy. Historische Strauchrose (Lacharme 1873 (V. Verdier x Safrano). Sehr große, zartrosafarbene, in der Mitte dunkler schattierte, gefüllte Blüten mit intensivem Teerosenduft.
Empereur du Maroc. Historische Strauchrose (Guinoesseau 1858). Tief schwarz-rot, dicht gefüllt und gut duftend in kleinen Büscheln über den ganzen Sommer blühend.
Mrs John Laing, (‚Francois Michelon‘ Sämling) Züchter: Bennett 1887
Sidonie, Vibert 1847
Anna Scharsach, Geschwind 1890
Souvenir du Dr. Jamain (‚Général Jacqueminot‘ x ‚Charles Lefèbvre‘), Lacharme 1865
Fisher & Holmes, ‚Maurice Bernardin‘ Sämling, Verdier 1865
Reine des Violettes, (Millet – Malet 1860(Pius X Sämling))
Souvenir du Dr. Jamain, (‚Général Jacqueminot‘ x ‚Charles Lefèbvre‘), Lacharme 1865

Noisetterosen

Mme Alfred Carrière, J. Schwartz 1879

El Areana, Rudolf Geschwind (1829-1910) (Austria-Hungary (former), before 1910). Hybrid Foetida/Lutea, Hybrid Noisette, Rambler. Rosa x harisonii Rivers – Hybride Die China-Rose zählt zu den ältesten Gartenrosen. Sie ist eine alte Rose mit einer Jahrtausende währenden Geschichte, die sich allerdings nicht exakt datieren lässt. Schriftliche Belege für ihre Verwendung als Zierpflanze finden sich bei dem chinesischen Philosophen Konfuzius, der bereits um 500 vor Christus von Rosenpflanzungen in den kaiserlichen Gärten zu Peking berichtet.

Chinarosen – Rosa chinensis, Rosa indica (fälschlich wegen der Einfuhrroute)

 

Die China-Rose zählt zu den ältesten Gartenrosen. Sie ist eine alte Rose mit einer Jahrtausende währenden Geschichte, die sich allerdings nicht exakt datieren lässt. Schriftliche Belege für ihre Verwendung als Zierpflanze finden sich bei dem chinesischen Philosophen Konfuzius, der bereits um 500 vor Christus von Rosenpflanzungen in den kaiserlichen Gärten zu Peking berichtet.

Es handelt sich jedoch um keine Wildrose, sondern um eine Klasse lange kultivierter Gartenrosen, die vermutlich als Abkömmlinge von Rosa chinensis mit Rosa gigantea (Rosa × odorata (Andrews) Sweet) sowie vermutlich Büschel-Rose (Rosa multiflora) und weiteren Wildrosen entstanden ist. Ihre Eigenschaft, öfter zu blühen, ihre Farben und ihr typischer Teerosen-Duft bereichern seither die Züchtungen der Gartenrosen.

Durch Kreuzungen der europäischen Gartenrosen mit den China-Rosen entstanden in der Folge die Gruppen der Portland-Rosen, Noisette-Rosen, Bourbon-Rosen, Remontant-Rosen und Teerosen.

Perle d’Or (R. multiflora-Sämling x ‚Mme Falcot‘), Dubreuil 1884 1932:
‚Old Blush‘um 1789 , ‚Mutabilis‘, Blüten ändern Farbe von Gelb über Rosa zu Purpur-Karminrot
‚Viridiflora‘.1855
Bloomfield Abundance, G. C. Thomas, USA 1920
Sophie’s Perpetual
Hermosa ‚Armosa‘, ‚Melanie Lemarie‘, ‚Mme Neumann‘ Marchesseau 1840

Teehybriden
Die Teehybriden sind aus der Kreuzung von öfterblühenden Tee- und Remontantrosen entstanden.Diese Rosen machten praktisch jede Rosenfarbe möglich.

La France, Guillot Fils 1867
Dainty Bess, (‚Ophelia‘ x ‚K. of K.‘),  Archer 1925
Mme Jules Bouché, Crobier 1911,
Mme Caroline Testout, (‚Mme de Tartas‘ x ‚Lady Mary Fitzwilliam‘)

Strauchrosen

Erinnerung an Brod ‚Souvenir de Brod‘ (R. setigera x Portlandrose), Geschwind 1886

Stachellose Rosen

Rosa inermis ‚Morletti‘ Rosa pendulina ‚Plena‘, Alpenrose, Morlet 1883
Kathleen Harrop, (Sport von ‚Zéphirine Drouhin‘) Dickson 1918/19, Rosa borbonica
Lykkefund ‚Glücksfund‘ (R. helenae-Sämling x ‚Zéphirine Drouhin‘), Züchter:Olsen 1930
Mme Sancy de Parabère R. alpina od. R. pendulina-Hybr., (Boursault-Rose), Züchter:Bonnet 1874,
Rosa x suionum ’stachellose Kreiselrose‘, ‚Minette‘, Wildrose
Zéphirine Drouhin, Brizot 1868, Rosa borbonica

Wildrosen

Rosa majalis Rosa cinnamomea,

Rosa inermis ‚Morletti‘ Rosa pendulina ‚Plena‘, Alpenrose

Rosa Rugosa

Blanc Double de Coubert (Rosa rugosa x ‚Sombreuil‘), Cochet-Cochet 1892
Conrad Ferdinand Meyer (‚Gloire de Dijon‘ x ‚Duc de Rohan‘), Dr. Müller 1899
Hansa, Schaum & van Tol 1905
Rosa rugosa ‚Kartoffelrose’Japan, Ostasien, 1796 eingeführt
Rosa rugosa Lac Majeau, Bugnet, Kanada, vor 1981