Musik/Music, Vortrag/Praesentation

Sophie Abraham: BROTHERS-Präsentation

Sophie Abraham (c) Theresa Pewal

Interpret Titel VÖ Katalog-Nr EAN Label Vertrieb
Sophie Abraham Brothers 17.09.2021 CRACK 0077 9120016850909
cracked anegg records
Galileo Music Communication (AT, DE) cdbaby (US), Proper Access (UK)

Sophie Abraham – „Brothers”

Sophie Abraham (cello, voice, composition, lyrics)

„Es gibt viele verschiedene Zeitrechnungen. Unsere, andere, andere die zu unseren werden. Manche Ereignisse bestimmen unser Zeitgefühl so sehr, dass es ein Davor und ein Danach gibt. Und nachher ist es nie wieder so wie vorher.“

(Sophie Abraham)

Der Tod eines geliebten Menschen macht uns bewusst worum es im Leben wirklich geht. Die Sicht auf die Dinge ändert sich schockartig. Fragen nach der Essenz des Seins drängen sich auf, man will das Leben plötzlich mehr spüren. Fragen, deren Motivation nicht ihre Antwort, sondern die Suche danach ist. Die Musik bringt die Erinnerung in die Gegenwart und schafft hier einen emotionalen Raum, wo sie gleichzeitig bewahrt und immer wieder verändert werden kann.

Das erste Soloalbum von Sophie Abraham ist ein mutiger Schritt in mehrfacher Hinsicht. Nach Einspielungen mit unterschiedlichen Ensembles wie radio.string.quartet, the Little Band from Gingerland oder Trio Frühstück, ist die Arbeit an ihrem Soloalbum „Brothers“, das ausschließlich Eigenkompositionen enthält, eine andere Herausforderung. Sophie Abraham: „Die Arbeit an diesem Album, ist für mich vergleichbar mit einem Pilgerweg, den man (fast) alleine geht. Man trifft viele Leute aber man begegnet noch öfter sich selbst.“

Gleichzeitig beschäftigt sie sich mit einem der existenziellsten Themen: dem Tod.

Für diese Auseinandersetzung, die man nur ganz individuell machen kann, findet sie Ausdruck in ihrer Musik und ladet das Publikum ein daran teil zu haben.

„‚Brothers’ ist ein sehr persönliches Programm: Meine zwei Brüder kamen 1993 in einer Lawine ums Leben. Die Musik auf meinem Album ist manchmal schwer, doch huldigt sie dann das Leben in seiner Schönheit umso mehr.“ (Sophie Abraham)

Der erste Ton

Den Finger auf die Saite legen, diese aber nicht niederdrücken, sie nur berühren, zart, an ganz bestimmten Stellen: So entsteht ein Flageolett-Ton. Er klingt entrückt, braucht aber den ganzen großen Körper des Violoncellos, um sich zu entfalten.
Er ist schwerelos und hat doch Gewicht. Er flammt aus der Stille auf, wie ein Funken aus der Dunkelheit.
Sophie Abrahams Spiel ist insgesamt so: Schwebende Leichtigkeit mit starkem Fundament.
Wie ein Flageolett-Ton.

(Albert Hosp zu Sophie Abraham)

Eintritt  € 14/erm. 9

INFORMATION

  • Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis spätestens 2 Stunden vor Programmbeginn – bei einer Matinée bitte bis zum Vorabend – unter kunstgarten@mur.at oder +43 316 262787