Das Ehepaar kommt als Artists in Residence aus Norwegen. kunstGarten will damit internationale Kunst in den 5. Bezirk von Graz holen.
Überlegungen der Kuratorin: Irmi Horn
Wenn dieser Stadtteil auch relativ viel an Grünflächen besitzt, befinden sich doch auch Siedlungsreihen und Häuserblocks als Wohn- und Lebensraum an, denen gelegentlich das Anheimelnde, das, was ein Glücksgefühl in ästhetischer Konnotation auslösen könnte, fehlt.
Graz wird über das Kunsthaus mit BLOOM bespielt. Und kunstGarten tritt in diese Szene mit einem Pflanzenarchiv und der Idee und Gestaltung einer oder mehrerer Arbeiten der beiden norwegischen Artists in Residence, denen frei gestellt ist, sich  thematisch mit dem Thema auseinander zu setzen und dieses künstliche Element in die natürliche Pflanzenwelt einzufügen, kontrastierend oder sich eingliedernd.
Mit dem Titel will ich aufmerksam machen, dass z. B. in einer grauen Stadt, an einer Hausfassade etwas Farbiges und Duftendes mit seiner Präsenz tröstend, stimulierend, hoffnungmachend wirken kann.
Oder in der Landwirtschaft, wo riesige Flächen bebaut werden und mit Unkrautvernichtern Wildkräuter ausgemerzt werden, leuchtet je eine Blume hervor und beleuchtet damit die Schieflage unseres Planeten. Gleichzeitig können fantastische Blumen auf einem Feld, neben dem Weg oder in einem Garten wachsen – wie Wegwarten, Klatschmohn – und verschiedene Menschen können sie gar nicht wahrnehmen, weil sie keinen Bezug herstellen können. Ihre Aufmerksamkeit ist so künstlich überhöht, dass ihnen dieses Naturerleben und Naturbegreifen abhanden gekommen ist.
Oder du triffst lauter grausliche, kalte, uninteressierte Menschen in einer Gruppe und einer sticht durch seine Liebenswürdigkeit hervor. Macht dir Mut.
Du siehst in der Kunstwelt 1000de Objekte und eines ist großartig.
Du erlebst den Alltag in gleicher Wiederholung und dann sticht ein Erlebnis heraus.
Im übertragenen Sinn, wäre es eben auch die Aufmerksamkeit gegenüber unseren Mitmenschen, Mitlebewesen, die hinterfragt werden soll. Wo vielleicht ein Wort des Verstehens einen Weg aufbereitet, der das unwirtliche Grau von Ignoranz durchbricht.
Jede Einzelstellung gibt Bedeutung. Negativ und positiv wird sie genützt und benutzt.
