Music/Musik, Performance

Vorsicht, Katharina!

Vorsicht Katharina

Es ist uns eine besondere Freude Katharina Gross wieder im Programm zu haben, das für musikalische Feinspitze einen genussvollen und unvergesslichen Nachmittag bieten wird.

Vorsicht, Katharina!

Komponist Jan van de Putte schreibt für Cellistin Katharina Gross, ein 40-minütiges Cello-Solowerk. Das Stück besticht durch seinen langen Aufbau, seine starke emotionale Ladung sowie das akribische Ausarbeiten spezieller Gesten, die sich aus dem Cellospiel heraus entwickeln und dem Werk dadurch eine theatrale Note verleihen. Außerdem wird Katharinas Gesangsstimme eingesetzt.

Serbisch-orthodoxe Chormusik und traditionelle Ethiopische Musik sind Inspirationsquellen. Das lange Musizieren und der sich daraus entwickelnde Eindruck von Unendlichkeit, die Synchronisation von Instrument und Stimme sowie verschiedene Verzierungstechniken sind unter anderem Aspekte dieser beiden Kulturen, die in das neue Werk einfließen.
Jan van de Putte über Stimme der Engel: „Ein großes episches Werk, eine Art Sinfonie, in welcher sich unterschiedliches Material entwickelt, sich durchmischt und transformiert. Eine Reise durch viele Welten, manchmal auch rituell.“

Das Werk wird unterstützt vom Fonds Podiumkunsten.

Die Cellistin Katharina Gross absolvierte ihre Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Hildgund Posch, an den Musikhochschulen Lübeck bei David Geringas und Köln bei Frans Helmerson (Abschluss mit dem Künstlerischen Diplom 2003) und am Royal Northern College of Music in Manchester bei Ralph Kirshbaum (Abschluss mit dem Diploma in Professional Performance 2005). Meisterkursen bei Mstislaw Rostropovich, Martin Lovett, Harvey Shapiro, Karine Georgian und Philippe Muller verdankt sie weitere künstlerische Impulse.

Katharina Gross ist mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe.

Als Solistin konzertierte sie u.a. mit dem Staatsorchester Kiev, dem Philharmonischen Orchester Klausenburg, dem Staatsorchester Kassel und den Thüringer Symphonikern. Ebenso ging sie als Solistin mit den Salzburg Chamber Soloists in den USA auf Tournee (Auftritte im Kennedy Center/Washington DC, The Old Cabell Hall/Charlottesville, American Theatre in Hampton, „Abendmusik“ in Lincoln, Bethel Performing Arts Series u.a.).

Sie gab Solo- und Kammermusikabende u.a. im Konzerthaus Wien, im Musikverein Wien, im Concertgebouw Amsterdam, im Muziekgebouw aan ´t IJ in Amsterdam, den Schnittke Kammermusiktagen, bei den Salzburger Kulturtagen, beim Festival Santander, dem Bodenseefestival, den Full Moon Concerts in Korinth, dem Nafplion Festival, den Festivals Limone sul Garda und Caldonazzo und den Europäischen Wochen Passau. Weitere kammermusikalische Auftritte führten sie zum Fadj Festival nach Teheran und zum Al Bustan Festival nach Beirut.

Zusammen mit der griechischen Pianistin Maria Panayiotidou nahm sie für das Label aulos/Musikado eine CD mit Werken von Schubert, de Falla, Ligeti und Schostakowitsch auf.

2006 – 2008 Mitglied der Camerata Busoni (Klavierquartett) in den Niederlanden.
2007 Regelmäßige Konzerttätigkeit mit dem dänischen Esbjerg Ensemble.

2009 Gründung des Vereins concertello zur Organisation weiterer Konzerte und Musikprojekte. Seither Künstlerische Leitung der Konzertreihe concertello.

2010 erhält sie ein Trainee Stipendium vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur in Wien zur Qualifizierung von Führungskräften im internationalen Kunst- und Kulturbereich.

2011 Mitbegründerin des Fresco Trios in den Niederlanden.

Seit 2012/ 2013 arbeitet sie zusammen mit dem Komponisten Arnold Marinissen am Album The Cello Songbook – music for multiple cellos.
In Zusammenarbeit mit der Lichtkünstlerin Marion Traenkle und Arnold Marinissen entsteht die Cello Box, ein „Mikrotheater“ mit Ledlicht, das zur Musik aus The Cello Songbook von Marion Traenkle programmiert wurde. Die Cello Box wurde von Anton der Kinderen gebaut und beeindruckte mit Auftritten beim Cross Linx Festival (Preview) und dem Architektuur Film Festival in Rotterdam. Unterstützt wird das Projekt vom Amsterdams Fonds voor de Kunst.

2014 Katharina Gross ruft das Projekt cellomondo ins Leben. Fünf Komponisten aus verschiedenen Ländern und deren Kompositionsstudenten schreiben für Katharina Stücke für Cello (und Elektronik). Den Grundstein für dieses Projekt legte die Komponistin Seung-Ah Oh 2012 mit dem Stück Persistent Memory. Dies ist der Startpunkt eines Projekts, das der Vision folgt, sich über alle Länder der Welt zu erstrecken. Gelingt es, so werden insgesamt 388 neue Stücke entstehen…
Das Projekt ging im Oktober/ November 2014 in der Steiermark in Premiere: am Institut für Elektronische Musik und Akustik in Graz sowie im kunstGarten Graz.

INFORMATION

  • Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis spätestens 2 Stunden vor Programmbeginn – bei einer Matinée bitte bis zum Vorabend – unter kunstgarten@mur.at oder +43 316 262787