Ausstellung/Gartenkunst, Film/Public Viewing

FÜR UNSERE KINDER – Ausstellungseröffnung/aktuelle kunst in graz

Anke Armandi SMART CITY (1), 2020 (Ausschnitt)

Eine Ausschau. Eine Ausstellung im Rahmen von AKTUELLE KUNST IN GRAZ

Arbeiten von Anke Armandi, Gudrun Fürlinger,  Kathrin Lorenz, Duo Plank-PoschaukoMarlene Schröder, Ludwig Wüst 

Opening: Kunsthistorikerin Gréta Mikos, MA, BA
Der Kulturstadtrat Dr. Günter Riegler hat  wegen des Bundesparteitags absagen müssen.

Die Künstler*innen sind eingeladen, sich mit dem Thema „nächste Generation“ auseinanderzusetzen, reale und gewünschte, ab- und einzuschätzende Lebenswelt aufzuzeigen, auf Bedürfnisse und Rechte der neuen Erdenbewohner*innen hinzuweisen und damit auch gleichzeitig die Lebensbedingungen, Erwartungen, Pflichten und Werthaltungen der Erwachsenen unserer Generation zu hinterfragen.
Die Künstler*innen sollen aus ihrer Sicht mit ihren künstlerischen Mitteln ausgehend von intimer Auseinandersetzungen bis zu globaler Fragestellunge die Bedeutung dieses zu schützenden neuen Lebens verdeutlichen und bewusst machen, welche verheerende Folgen eine nachlässige, lieblose, bildungsferne Erziehung durch inkompetente Eltern und Erwachsene im Bildungsprozess, durch eine sich von Problemen möglichst distanzierenden Gesellschaft, die vor allem auf Recht pocht und sich vor Pflichten drückt, nicht nur ihnen selbst sondern der ganzen Menschheit, der Mitwelt, dem Planeten den Garaus bereiten.
Wenn eine empathielose Kultur des Unverständnisses auf egoistisches Ausreizen selbstgefälliger Handlungen und ebensolchen Erlebens hinzielt, werden weiter Menschen überfallen, unterjocht, misshandelt, Tiere gequält, Pflanzen vergiftet und ausgerottet, jeglicher Lebensraum zerstört.
Es wird Zeit, die entsprechende Kompetenz für ein zukünftig zumutbares Leben aufzubauen.
Inspiriert von Bela Tarrs Inszenierung „Missing people“, einem Projekt über 200 Obdachlose bei den Wiener Festwochen im Museumsquartier, haben Ludwig Wüst, Anke Armandi und Gudrun Fürlinger in den letzten drei Jahren das Gebiet des ehemaligen Nordbahnhofs in unzähligen Spaziergängen erforscht und sich der städtischen Verwandlung mit unterschiedlichen künstlerischen Zugängen angenähert.
Filmemacher Ludwig Wüst lässt dort die Protagonisten seines neuen Films „3.30 p.m.“, die sich nach vielen Jahren wiedersehen, ihre Vergangenheit Revue passieren, als sei der Spaziergang und das Gespräch der beiden in dem sich im Wandel befindlichen Areal eine Metapher für die unaufhaltsame Vergänglichkeit.Gudrun Fürlinger erkundet mit ihrer Kamera das „Wasteland“, welches fast täglich sein Gesicht verändert. Durch das Objektiv beobachtet sie an verschiedenen Tagen einen Platz, wo seit einiger Zeit eine zerfledderte Schaumstoffmatratze liegt. Sie ist umgeben von wild wuchernder Vegetation und Müll und sieht bei jedem Besuch anders aus. Jemand scheint sie zu benutzen…

 
Anke Armandi
1973 geboren in Gießen
1992 Universität Leipzig/Institut für Kunstpädagogik
1996-2001 Studium der Malerei/Grafik bei Prof.Gunter Damisch, Akademie der Bildenden Künste, Wien
2000 Accademia di Belle Arti, Venedig2001 Goldene Fügerpreismedaille
2003 Preis des Theodor-Körner-Fond
2011 Volker-Hinniger-Preis für junge Kunst, Deutschland
Seit 2013 Mitglied des Künstlerhauses Wien
Seit 2018 Bereichskoordinatorin für Malerei/Grafik (Bereich 1) im Künstlerhaus Wien
Seit 2018 Mitglied bei CON.FRONT.ART   Verein zur Förderung zeitgenössischer Kunstformen (www.confrontart.eu)

Gudrun Fürlinger 
geboren 1974 in Freistadt/OÖ. Diplom an der Fachschule für Grafik-Design inklusive Meisterklasse in Linz. Studium der Malerei und Grafik bei Adolf Frohner an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.
Der Besuch der Schule Friedl Kubelka für unabhängigen Film in Wien führte zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit Analogfilm. Seit 2008 als Kunsterzieherin am BORG Mistelbach in Niederösterreich tätig.
Seit 2020 ordentliches Mitglied des Vereins Künstlerhaus in Wien. Lebt in Wien.

Kleine Auswahl der letzten Präsentationen:
2022
Kurzfilm „All of me“ beim Best Austrian Animation Festival
Einzelpräsentation im Rahmen der Roten Wand im Künstlerhaus Wien
Super8 Film zu „Vienna.Smart.City21“ mit Anke Armandi und Ludwig Wüst im Künstlerhaus Wien
Kurzfilm „Das Geschenk“ auf 16 mm in der Fotogalerie Wien
2021
Trailer für den Jahrgang 2021/22 der Filmschule Friedl Kubelka für unabhängigen Film, Wien
Atelierstipendium der Kunstsammlung Oberösterreich für Krumau, Tschechien
2020
Kurzfilm „Spinnenflug“ beim Kurfilmfestival „kurz.film.zuckerl“ in Waidhofen/Ybbs
Homepage: https://gudrun-fuerlinger.com/

Ihr Beitrag: naked view Länge: 6 Minuten, A 2022

Mit der Kamera erkunde ich einen vermeintlichen Schlafplatz im Wasteland vor dem Panorama der entstehenden Smart City in Wien. Die gefilmten Szenen werden anschließend in meiner Wohnung auf meinen Körper projiziert. Die Welt und ihr Zustand steht immer in Beziehung zu meiner Individualität. Meine Verantwortung für die Welt kann ich nicht ablegen, auch wenn ich möchte …

Smart City 21 Künstlerhaus Factory Wien 4. – 8. Mai: Inspiriert von der Béla Tarr Inszenierung Missing people 2019 bei den Wiener Festwochen, einem Projekt mit über 200 Obdachlosen, haben Ludwig Wüst, Anke Armandi und Gudrun Fürlinger in den letzten drei Jahren das Gebiet des ehemaligen Nordbahnhofs in unzähligen Spaziergängen erforscht und sich der städtischen Verwandlung mit unterschiedlichen künstlerischen Zugängen angenähert. Ihre Arbeiten treten in dem Ausstellungsprojekt in einen Dialog.

Aus Kathrin Siegl wurde Kathrin Lorenz: 2017 Heirat
1980 geboren in Fürstenfeld, Steiermark, Österreich trieb ihr Wissensdurst hinaus in die Welt.
1999 studierte sie an der University of Arts Allentown, Pennsylvania, USA und
1999 – 2005 an der Universität für Angewandte Kunst Wien, u. a. bei Prof. Christian Ludwig Attersee, Bildende Kunst und Malerei. 2005 erwarb sie ihr Diplom mit Auszeichnung.
Zahlreiche Auslandsaufenthalte / Studienreisen folgten: Island, New York, London, Paris, Berlin, Dublin, Amsterdam, Hamburg, Stockholm, Prag, Debrecen, Toskana, Umbrien, Pennsylvania, Belgien, Schweiz (Genf, Bern), Kroatien, Slowenien, Südfrankreich.  Sie lebt und arbeitet nun als freischaffende Künstlerin in der SteiermarkSie ist eine Weltreisende, die ihre Eindrücke und Empfindungen mit der Lebenssituation ihrer Sujets konfrontiert; von heiter bis tiefernst,  von kritisch bis zärtlich nähert sich die Künstlerin, die eine junge Mutter zweier Mädchen ist,  ihren farblich lebendigen Bildinhalten und zeigt gleichsam eine Geschichte. Zahlreiche Ausstellungen seit 2002, davon die letzten:2016 Futurefestival Graz _Eröffnung Atelier am Hohenberg, Steiermark _ Ausstellung Hypo, Graz
2015 Steiermarkhof Graz_Workshops_
2014 Art Austria, Leopold Museum, Galerie 22a
Katalogpräsentation galerie 44qm, Hartberg
„…eine Momentaufnahme“, Ausstellung mit Karina Thier, AKH Contemporary, Wien
2013 Art Austria, Leopold Museum, Galerie 22a
Museumsquartier Wien, Educult, gruppenausstellung
„444 qm“, Galerie 44qm, Hartberg
kunstGarten graz, artist in residence
Futurelab, solo,  1080 wien
2018  RUND UM DICH UND MICH – EINE BESTANDSAUFNAHME.kunstGarten, Gruppenausstellung
2019 Einzelausstellung in Stattegg

Kathrin Lorenz RHYTHMUS, Acryl LW 2022

Kathrin Lorenz
NATURGESCHICHTEN- 2022
Acryl LW, 80 cm x 100 cm

Regelmäßige Vertrautheit gibt Kindern Sicherheit. Wenn sie sich sicher fühlen, entwickeln sie Selbstvertrauen, Mut und Neugier. Das Entdecken der Mitwelt sind eine Grundvoraussetzung für  Verstehen von Zusammenhängen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Claudia Plank & Hans Werner Poschauko
1969 und 1963 geboren. Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Maria Lassnig und Ernst Caramelle. Danach Postgraduate Studium an der Jan van Eyck Academie Maastricht bei Guillaume Bijl, Mona Hatoum, Jimmie Durham und Jean Fisher.
Die in Wien lebenden Künstler arbeiten in so unterschiedlichen Medien wie Installation, Performance, Video, Malerei und Skulptur und schufen zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum. Sie sehen sich als Vertreter einer zeitgenössischen Romantik: viele ihrer Werke richten sich gegen die Zerstörung der Natur und Kultur durch die Konsumgesellschaft. Ihr Unbehagen am Gewöhnlichen sucht nach Auswegen durch eine besonders intensive Wirklichkeitserfahrung. Das Wunder, das Geheimnisvolle unserer Welt ist Thema ihrer künstlerischen Arbeit.

Marlene Schröder
• 1955 in Wels geboren
• lebt und arbeitet in Allhaming – OÖ
• 1974 – 1976: Teilstudien in Architektur, Kunstgeschichte und Archäologie an der RUHR-Universität in Bochum und an der Universität in Dortmund
• 1976 – 1981: Hochschule für Künstlerische und Industrielle Gestaltung Linz
• 1981: Diplom im Fach Keramik
• seit 2006: Neuorientierung und Arbeit mit dem Material Glas
• Mitglied der KUNSTSCHAFFENDEN OÖ und KUNSTFORUM SALZKAMMERGUT
• Vertreten in staatlichen Sammlungen (MAK Wien, Schlossmuseum Linz, Kunstsammlung des Landes OÖ, …) und konfessionellen & privaten Sammlungen im In- und Ausland
• Ausstellungen und Beteiligungen (auszugsweise – gesamt ca. 70):
ART-MARK Wien, Galerie am Salzgries Wien, Schlossmuseum Linz, Galerie in der Schmiede Pasching, KUNSTSALON Linz, Lebzelterhaus Vöcklabruck (EA), Galerie  ZWACH (EA), HIPP-Halle Gmunden, Kammerhof Gmunden, Harder Bastei in Ingolstadt , Galerie KASS Innsbruck (EA),  Stadtgalerie Vissy Brod (EA),  Turmgalerie Schwanenstadt (EA), Kunstverein Baden, ART-Innsbruck, Galerie Manner Perg( EA), Galerie der KUNSTSCHAFFENDEN in Linz (EA), …

Handwerk, Technik und Bildsprache ermöglichen mit ihrer durchgestalteten Komposition die künstlerische Aussage und besondere Ausstrahlung der lichtdurchfluteten Objekte zu steigern und sie lebendig wirken zu lassen.
Die Faszination des Wechselspiels aus Farbe, Licht, Durchlicht und Schatten hat die ausgebildete Keramikerin Marlene Schröder auf den Werkstoff Glas gebracht. Der Reiz immer neuer Arbeitsweisen und aus der Glasurtechnik der Keramik abgeleitete Kombinationen nehmen sie gefangen. Besonders transparente Glasauflagen ermöglichen den Eindruck räumlicher Tiefe.

Im Fusing-Brand können durch unterschiedliche Brennkurven sowohl glatt ausgeschmolzene Glasbilder als auch  reliefartige Objekte entstehen.

Thematisch sind ihre Objekte von Natur, Technik oder auch sozialen Aspekten  beeinflusst,  mitunter völlig abstrakt.

Marlene Schröder präsentiert ihre Arbeiten entweder in Abstand auf meist weiß lasierten Holzplatten oder frei stehend in Eisenrahmen. So können LICHT, SCHATTEN und DURCHLICHT die Wirkung des Bildes weiter steigern und führen zu einem dreidimensionalen Bildobjekt.

Marlene Schröder MARE NOSTRUM

Die Auseinandersetzung mit Wasser spielt hier die wesentliche Rolle. Denn wie werden die nächsten Generationen unsere Meere vorfinden? Oder wie wird jeder Mensch zu einem trinkbaren Wasser kommen?
Ludwig Wüst
Geboren 1965 in Bayern, ist ein österreichischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. Er lebt seit 1987 in Wien und studiert Schauspiel und Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Seit 1990 ist er als Regisseur, Autor und Schauspieler tätig, es folgen über 40 Produktionen für Theater und Oper in Wien, Leipzig, Berlin, München und Frankfurt. Seit 1999 arbeitet Ludwig Wüst auch als Filmregisseur und inszeniert 2009 mit KOMA sein Langfilmdebüt. 2019 widmet ihm die Diagonale ein Tribute („Theater-, Kino-, Holzarbeit“).
Filme (Auswahl): ÄGYPTISCHE FINSTERNIS (2002), ZWEI FRAUEN (2006), KOMA (2009), DAS HAUS MEINES VATERS (2013), ABSCHIED (2014), HEIMATFILM (2016), AUFBRUCH (2018).
3.30PM
Ludwig Wüst
Österreich 2020
74min
V’20
Immer wieder kehrt der Film- und Theaterregisseur Ludwig Wüst zum Thema Heimat zurück, ein Kreisen um eine Idee, die nichts Idyllisches hat. Reiseleiter ist hier der unermüdliche Martin, ein mittelloser Schauspieler, der seinen Freund Anthony nach 15 Jahren wieder trifft. Als Mann mit der Kamera zeichnet Anthony zwischen Wiener Großbaustelle und Prater-Bier die Filmbilder auf, bis mit seinem versteckten Objektiv auch die Perspektive der Erzählung weiterwandert. Schrecken einer Kindheit tauchen auf und weichen nicht mehr aus dem Film, der Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart sucht, die ihm schließlich den Titel gibt. (Robert Weixlbaumer)
Gréta Mikos, MA, BA studierte Kunstgeschichte an der Karl Franzens Universität Graz, sammelte Erfahrung als wissenschaftliche Assistenz der Leitung am Zentrum für GegenwartsKunst in Graz und ist derzeit Doktorandin. Ihre Dissertation befasst sich mit den Figuren Judith, Salome und Medea unter einem feministischen sowie genderspezifischen Untersuchungsschwerpunkt. Die Forschungsfrage beschäftigt sich mit dem Aspekt der ‚femme fatale‘ sowie der ‚feministischen Ikone‘. Im Zuge ihrer Dissertation sollte Aufschluss darüber gewonnen werden, wie diese Sujets, in dem Bezug auf die zu untersuchenden Figuren, zustande kommen, in wie weit gesellschaftliche Strukturen auf diese Sujets Einfluss nehmen und wie sehr diese Aspekte durch einen eindeutig männlichen bzw. eindeutig weiblichen Blick geprägt sind.
Als vorbereitende Einleitung befinden sich ab März Arbeiten von Cosima von Bonin und Banksy in der Street Gallery.