Literatur/Performance, Musik/Music

(Deutsch) In der Nähe: Wort & Klang

Reinhard Ziegerhofer (Bass) & Markus Jaroschka (Lyrik)

(Deutsch) Eine Matinée mit Lyrik von Markus Jaroschka, begleitet von Reinhard Ziegerhofer am Bass.

Nach einer Ausbildung zum Bäcker und Koch erwarb Markus Jaroschka im 2. Bildungsweg die Matura und studierte Philosophie und Mathematik; er arbeitete von 1972-1976 am Philosophischen Institut der Universität Graz und promovierte 1977 zum Dr. phil.; später war er viele Jahre in der Erwachsenenbildung und an der Universität Graz als Lektor tätig.

Als Autor schreibt er Lyrik und Prosa.
Bücher: Gedichtbände wortzelte, 1978; sprachwechsel, 1981, und die unruhe in den sätzen, 1983; zeitstille, 1984; Die Grenze des Gesichts, Erzählungen, 1990.
Bücher in Kroatien wie gramatika novih osjeæaja, Gedichte (Zagreb, 1993), in Polen (1997) und Bulgarien (2002).
Zahlreiche Vertonungen u. a. das Oratorium „Im Niemandsland“ vom Komponisten Zbigniew Bargielski, Krakau, aufgeführt im Festival „Musica Polonica Nova“, Wroc³aw, 2012.
Neuauflage des Lyrikbandes Zeitstille im Rahmen der Werkgruppe Graz (edition keiper, Graz 2014).
In Vorbereitung der Erzählband In der Nähe der Dunkelheit. Herausgeber Europa Erlesen Graz, mit Gerhard Dienes, 2002, und Poetik der Grenze, mit Dževad Karahasan, Leykam 2003.
Von 1981- 1989 Mitarbeit in der Zeitschrift „LICHTUNGEN – Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik“, gegründet 1979, von 1990-2004 Herausgeber, ab 2005 Mitherausgeber.
Mehrere Preise und Ehrungen u. a. Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

Seinen Vortrag wird Reinhard Ziegerhofer mit Musik füllen:

Die Musik hat auch mich, wie so viele andere, im Kindesalter erwischt und so quälte ich mich mit Blockflöte und Ziehharmonika durch den damals schroffen Liezener Musikalltag.

Mit elf Jahren war dann vorerst Schluss mit der Musi und der Fußball bestimmte mein Leben. Wären da nicht die langen Haare und die aufkeimenden Rockbands gewesen, so wär’s nicht losgegangen mit E-Gitarre und bald auch mit dem E-Bass. Mit Siebzehn kam dann der Jazz.

Nach der Matura ab nach Graz zum Studium der Technischen Chemie und des Klassischen Kontrabass. Und so kam eines nach dem anderen: Rocktheater, Grazer Symphonisches Orchester – und, was deutlich wurde: Musik, Musik, Musik.
Nach einem Griechenlandurlaub wies ich den Jazzvirus etwas in die Schranken, Rock und Pop waren wieder voll erlaubt, aber vor allem Folk, die eigene Volksmusik und genreüberschreitende Ethnomusik wurden zu meinem Hauptinteresse.

Mit 28 Jahren, einer Frau und einem Kind war es dann klar: nur mehr Musik und zwar freischaffend, live und im Studio, hauptsächlich mit „BROADLAHN“ und mit unzähligen anderen Bands und Projekten. Immer besser wurden auch die selbstgestrickten musikalischen Ideen und so nahm und nimmt das Komponieren immer mehr Platz ein

Der Komponist und Bassist wurde 1957 geboren und verbrachte Kindheit und Jugend in Liezen (Steiermark).

Nach Blockflöten- und Akkordeonunterricht begann er ab dem 14. Lebensjahr autodidaktisch auf akustischer und elektrischer Gitarre und auf dem elektrischen Bass zu spielen und wendete sich mit 17 Jahren dem Jazz zu.

Ab 1978 folgte das Studium der technischen Chemie und er inskribierte als außerordentlicher Student für klassischen Kontrabass am Konservatorium, beides in Graz.

Von 1981 bis 1988 war er Mitglied des Grazer Symphonischen Orchesters, von 1986 bis 2004 Mitglied der steirischen Ethnofolkjazzgruppe Broadlahn.

Es folgten Tourneen durch Österreich und Deutschland und Festivalauftritte in ganz Europa und Nordamerika, beim Steirischen Herbst mit Glen Branca , Zusammenarbeit mit Joe Zawinul, Monika Stadler, Christina Zurbrügg, Chuck LeMonds,, Wolfgang Puschnig  u. v.a.  und die Komposition wurde Thema.
2003 Gründung des eigenen Kammermusikquartettes (Petra Pirkwieser: Oboe, Bernie Mallinger: Geige, Sabine Kracher-Dimetrik: Klavier, Reinhard Ziegerhofer: Kontrabass) das ausschließlich Kompositionen von Reinhard Ziegerhofer spielt.
2003 Gründung des Reinhard Ziegerhofer Quartettes ( Siegfried Weißenbacher: Zugposaune, Bernie Mallinger: Violine, Reinhardt Winkler: Schlagzeug, Reinhard Ziegerhofer: Kontrabass, el. Bassgitarren) das ausschließlich Kompositionen von Reinhard Ziegerhofer im Stile von Ethnofolkjazz spielt.
2006 Uraufführung der Komposition „Lichtspur der Engel“ für Chor, Streichorchester Sopran und Marimba in Graz
2004 – 2009 Studium der Instrumental (– und Gesangs) Pädagogik (IGP) mit dem Hauptfach E-Bass am Joseph Haydn Konservatorium in Eisenstadt mit Auszeichnung

Ziegerhofer spielt in vielen Ensembles, und seine Kompositionen werden am Schauspielhaus, der Grazer Oper aufgeführt.

INFORMATION

  • Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis spätestens 2 Stunden vor Programmbeginn – bei einer Matinée bitte bis zum Vorabend – unter kunstgarten@mur.at oder +43 316 262787. Beachtung der Covid 19 Bestimmungen ist verpflichtend!